Über 75 Jahre WIENXTRA
Was 1950 als engagierte und antifaschistische Initiative begann, ist heute eine wichtige Wiener Institution für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – offen für alle, vielfältig im Angebot und nah an den Lebensrealitäten junger Menschen. Seit über 75 Jahren prägt WIENXTRA Kinder- und Jugendkultur, Mitbestimmung und Bildung in Wien: lebendig, leistbar und mitten im Stadtgeschehen.
Eine Stadt, die alle jungen Menschen mitnimmt
„Seit vielen Jahrzehnten bietet WIENXTRA Chancen und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen durch vielfältige kostengünstige und Gratis-Angebote. Mit unserem breiten Programm an Aktionen, Informationen und Beratung sorgen wir dafür, dass sich junge Wiener*innen am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben in unserer Stadt aktiv beteiligen können.“, Vucko Schüchner, Geschäftsführer WIENXTRA
Die Anfänge: Räume schaffen, Gemeinschaft ermöglichen
Am 24. Juni 1950 wurde auf Initiative des Landesjugendreferats Wien der Verein „Wiener Jugendkreis – Guter Nachbar“ gegründet. Von Anfang an verfolgte der Verein ein zentrales Ziel: junge Menschen in einer demokratischen Wertehaltung zu stärken. Offenheit, Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung standen dabei im Mittelpunkt. Der Verein schuf Räume für Begegnung, Bildung, Beteiligung und Freizeit und förderte so aktives Mitgestalten und demokratisches Handeln. 1999 erhielt der Verein seinen heutigen Namen: WIENXTRA.
Die ersten Angebote reichten von schulischer Lernhilfe über Freizeitaktivitäten, Filmdiskussionen und Leseabende bis hin zu Abendgruppen für Jugendliche, Ausbildungslehrgängen für „Jugendführer*innen“ und Räumen für Jugendorganisationen. Die ersten Standorte – das Haus der Jugend Kanadaheim im 19. Bezirk und das Jugendzentrum Fuhrmanngasse im 8. Bezirk – wurden zu lebendigen Treffpunkten für junge Wiener*innen.
Wachstum und neue Wege
In den 1970er-Jahren setzte WIENXTRA wichtige Impulse mit der Gründung der Wiener Jugendleiter*innenschule, des popodrom-Bandwettbewerbs und des medienzentrums. Die Jugendzentren wurden in dieser Zeit als eigenständige Organisation ausgegliedert.
In den 80er- und 90er-Jahren wuchs das Aufgabenfeld weiter: Neue Einrichtungen wie das Kinder- und Jugendkino, die Jugendinfo, die Spielebox und die Aktion Familientage entstanden. Die Jugendleiter*innenschule entwickelte sich zum Institut für Freizeitpädagogik.
Ab den 2000er-Jahren setzte WIENXTRA weitere starke Akzente: Die WIENXTRA-Kinderinfo eröffnete im MuseumsQuartier, das Referat Schule der MA13 wurde in den Verein eingegliedert und bietet seither unter dem Namen WIENXTRA-Schulevents vielfältige Angebote für Schüler*innen und Pädagog*innen. Seit 2013 ist das Kinder- und Jugendkino WIENXTRA-Cinemagic in der Urania beheimatet und wurde zum Fixpunkt für junges Kinoerleben.
Starker Partner der Wiener Kinder- und Jugendarbeit
Gemeinsam mit der Stadt und ihren jungen Bewohner*innen ist auch WIENXTRA stetig gewachsen. 2021 eröffnete die WIENXTRA-Stadtbox in der Seestadt Aspern – einem der größten Stadterweiterungsgebiete Wiens. Seitdem stärkt die Stadtbox Demokratiebildung und Beteiligung von jungen Menschen. Gleichzeitig wurde die Koordinationsstelle Junges Wien aufgebaut. Sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen aktiv an der Stadtpolitik mitzuwirken und fördert gezielt ihre Mitbestimmung.
2025 kam mit Frish eine weitere Einrichtung hinzu mit kostenlosem und günstigem Freizeitprogramm für Jugendliche. Heute umfasst WIENXTRA 12 Einrichtungen. In enger Zusammenarbeit mit über 500 Partner*innen gestaltet WIENXTRA das Stadtleben für junge Menschen aktiv mit.













