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Vergangene Ausstellung am IFP: Es ist nicht leise in meinem Kopf

Von März bis Juni 2025 zeigte das WIENXTRA-IFP die Wanderausstellung „Es ist nicht leise in meinem Kopf“ zum gleichnamigen Buch herausgeben vom Flüchtlingsunterstützerkreis Schwarzenberg.

ES IST NICHT LEISE IN MEINEM KOPF. Zufällig in Schwarzenberg. Fotos, Interviews, Fluchtrouten

Die Anzahl der Menschen, die sich weltweit auf der Flucht befinden, nimmt kontinuierlich zu. In Deutschland werden die Asylsuchenden seit 1993 angemessen auf die Bundesländer und die Kommunen verteilt. Im Rahmen der Wanderausstellung „Es ist nicht leise in meinem Kopf“, die bereits in mehreren Gebieten Sachsens (u. a. Dresden, Chemnitz) ausgestellt wurde, geben 35 Geflüchtete aus Schwarzenberg und Umgebung stellvertretend für viele andere Geflüchtet einen sehr persönlichen Eindruck in ihr Leben: von Flucht, Ankommen und den Hürden, in einer oft verschlossenen Umgebung Fuß zu fassen. Die dargestellten Lebensgeschichten werfen einen kritischen Blick auf die Herausforderungen und Vorurteile, denen die Betroffenen begegnet sind.

Das gleichnamige Buch zur Wanderausstellung „Es ist nicht leise in meinem Kopf“ zeigt eindrucksvolle Fotografien und persönliche Berichte, in denen Menschen aus Kriegs-, Terror- und Krisengebieten ihre Erfahrungen von Verlust, von Tod und von Hoffnung teilen. Wenn sie hier ankamen, war die Flucht geglückt. Aber kamen sie tatsächlich hier an? Konnten sie ankommen? Sie sprechen über sich und halten uns einen Spiegel vor.

Das WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik (IFP) zeigte die Ausstellung nun auch erstmals in Österreich. Die Ausstellung war ein wertvolles Zeichen gegen Diskriminierung und für die Stärkung eines solidarischen Miteinanders. In Deutschland stieß diese nämlich nicht nur auf Zuspruch. Die Ausstellung im Landratsamt in Pirna zu den „Interkulturellen Wochen“ wurde aufgrund von Beschwerden ohne Absprache wieder abgebaut. Als offizielle Begründung wurde seitens der Verantwortlichen angeführt, dass die Ausstellung polarisiere und für Unmut in der Bevölkerung sorgen würde. Das Vorgehen wird laut Veranstalter*innen als erschütterndes Beispiel einer gesellschaftlichen Entwicklung gewertet.

In Wien wurde die Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Ausstellung bot einen wertvollen Raum für Dialog und Empathie und zeigt: Die Geschichten dieser Menschen sind wichtig und haben das Recht, gehört zu werden - hier und anderswo.

Für weitere Informationen und alles rund um das Buch besucht gerne die Website.