
Wir waren insgesamt 5 Nächte weg. Ich habe mir zu jedem unserer Reiseziele vorab überlegt, was für die jeweilige Hauptstadt charakteristisch ist und welche Wahrzeichen wichtig und für die Kinder interessant sind. Beim Erstellen der Route habe ich darauf geachtet, dass wir nicht viel länger als 4 Stunden an einem Tag im Zug verbringen, auch weil die Tickets günstiger sind, wenn die Strecke kürzer ist.
Hilfreiche Tipps für Zugreisen
- Ausreichend Zeit für Wege zur Unterkunft oder zum Bahnhof und natürlich auch zum Verweilen direkt vor Ort einplanen.
- Recherchiert vorab Wegzeiten und Verbindungen und wählt Unterkünfte, die gut zu erreichen sind.
- Bucht Tickets und Unterkünfte im Vorhinein.
- Immer genügend zum Trinken und Essen dabei haben.
- Wetterfeste Kleidung: Regenmäntel oder Regenjacken eignen sich besser als Regenschirme.
- Packt nur kleine und leichte Spiele, Bücher und Lieblingsstofftiere ein. Nehmt nur mit, was ihr unbedingt braucht, jedes Gepäckstück weniger ist ein Gewinn.
- Trolleys sind angenehm zu transportieren, denn schieben ist leichter als schleppen.
- Auch beim Sight-seeing mit Kindern gilt: Mitbestimmung. Entscheidet gemeinsam wie und wo ihr wie viel Zeit verbringen wollt.
Wir leben in Wien und für unsere Österreich-Tour haben wir Landeshauptstädte gewählt, die weit weg sind: Salzburg, Bregenz und Innsbruck. Klimafreundlich und günstig sind wir mit dem Zug gereist. Denn mit der Sparschiene der ÖBB sind die Tickets für Erwachsene stark ermäßigt und für Kinder bis 12 Jahre sogar gratis, allerdings sind diese Tickets nicht stornierbar. Ausgerüstet mit Reisespielen, Rätselheften, Malböcken und Büchern wird es Kindern im Zug nicht langweilig und Erwachsene können sich auch entspannen. Wir haben beim Zugfahren nur positive Erfahrungen gemacht: Es gibt meistens eine Familienzone, das Personal an Bord war sehr freundlich und zuvorkommend, die Kinder haben eigene Spieltickets bekommen und außerdem wurde bei der Ankunft in einer Hauptstadt jedes Mal auch der Name des Bundeslandes durchgesagt, was für unser Lernziel sehr hilfreich war :-).
Salzburg
Nach etwas mehr als 2,5 Stunden Zugfahrt von Wien haben wir Salzburg erreicht.
Wir haben in einem günstigen Hotel gewohnt, das sowohl vom Bahnhof, als auch von der Altstadt mit dem Bus in nur wenigen Minuten erreichbar ist. Am ersten Tag haben wir Mozarts Geburtshaus besucht. Die Tickets dafür habe ich vorab online gekauft. So haben wir uns die Wartezeit vor Ort erspart. Mir war es ein Anliegen, den Kindern die original Räumlichkeiten und Alltagsgegenstände aus dem 18 Jh., sowie Mozarts Kindergeige zu zeigen. Im Eingangsbereich gibt es eine kindergroße Mozart-Legofigur, die die Kinder lustig fanden. Doch entgegen meiner Erwartung konnte ich sie für das Museum selber nicht begeistern. Um die Stimmung zu heben und weil ich Souvenirs als Erinnerung cool finde, durften sich die Kinder im umfangreichen Museumsshop etwas Kleines aussuchen.

Außerdem waren wir auf der Festung Hohensalzburg. Der traumhafte Ausblick über die Stadt hat uns alle fasziniert. Auf und ab sind wir mit der Festungsbahn gefahren, das ist spektakulär und geht schneller als zu Fuß gehen. Oben gibt es mehrere Museen. Am spannendsten für die Kinder waren das modern gestaltete Zeughaus mit interaktive Elementen und das Marionetten Museum. Das Regimentsmuseum ist für Kinder meines Erachtens nicht geeignet, das Festungsmuseum und die Fürstenzimmer wollten die Kinder auch nicht besuchen. Stattdessen sind sie draußen rumgelaufen und haben die Gegend erkundet.
Wieder unten angekommen haben wir uns am Domplatz ein Eis gegönnt, denn süße Pausen sind wichtig für die Laune und zum Atmosphäre-Genießen. Danach waren wir auch im Dom drinnen, wo wir uns einfach nur hingesetzt, uns umgesehen und gestaunt haben.
Ein wunderschöner Platz zum Verweilen für die ganze Familie ist der Mirabellgarten, in dem das Schloss Mirabell steht. Dort gibt es zum Beispiel ein Labyrinth und einen Zwergelgarten.
Nach zwei Tagen in Salzburg sind wir mit dem Zug weiter nach Bregenz gefahren.

Bregenz
Für unsere Bregenz-Besichtigung war es leichter und günstiger eine Unterkunft im benachbarten Dornbirn zu finden. Von dort kommt man mit dem Zug in wenigen Minuten unkompliziert direkt nach Bregenz. Wir waren während der Festspielzeit da, also haben wir uns die faszinierende Seebühne angeschaut. Der Bereich für Zuschauer_innen ist tagsüber gratis zugänglich. Jede halbe Stunde wird ein Tonband abgespielt, das über die aufwendige Bühnentechnik und die aktuelle Produktion informiert.
Ganz in der Nähe der Seebühne liegt ein riesengroßes Strandbad. Dort gibt es verschiedene Schwimmbecken für alle Altersstufen und natürlich ein wunderschönes Seeufer. Das Baden im Bodensee war eines unserer Highlights in Bregenz.
Auf der anderen Seite neben der Seebühne gibt es einen Bootsverleih, wo man sich Tretboote und Elektroboote ausleihen kann. Unsere Kinder lieben das Bootfahren. Daher waren wir sogar zwei Mal mit einem Boot am Bodensee unterwegs. Ein unvergessliches Abenteuer!
Außerdem haben wir eine beeindruckende Panorama-Schiffsrundfahrt mit Blick aufs 3-Länder-Eck gemacht. Die ist zwar etwas teurer als Rundfahrten in der Bregenzer Bucht, aber man sieht auf das österreichische, schweizerische und deutsche Seeufer und das ist richtig cool! Über dem See haben wir sogar Zeppeline fliegen gesehen!

Unterwegs in Innsbruck
Innsbruck war unsere letzte Etappe. Für diese kleine Stadt mitten in den Bergen hatten wir einen Tag Zeit. Wie in Salzburg haben wir auch in Innsbruck in einem Hotel einer günstigen Hotelkette übernachtet. In der Altstadt haben wir uns das Wahrzeichen von Innsbruck, das Goldene Dachl angesehen. Dort gibt es auch ein Museum mit Kinderstationen und einer Rätselrallye. Wir haben uns in einer traditionsreichen Konditorei direkt neben dem Goldenen Dachl eine „Goldene Dachschindel“ aus Lebkuchen gekauft. Auf der Verpackung stand ein kurzer Text mit wissenswerten Infos zur Entstehung des Innsbrucker Wahrzeichens.
Innsbruck war unsere letzte Etappe. Für diese kleine Stadt mitten in den Bergen hatten wir einen Tag Zeit. Wie in Salzburg haben wir auch in Innsbruck in einem Hotel einer günstigen Hotelkette übernachtet. In der Altstadt haben wir uns das Wahrzeichen von Innsbruck, das Goldene Dachl angesehen. Dort gibt es auch ein Museum mit Kinderstationen und einer Rätselrallye. Wir haben uns in einer traditionsreichen Konditorei direkt neben dem Goldenen Dachl eine „Goldene Dachschindel“ aus Lebkuchen gekauft. Auf der Verpackung stand ein kurzer Text mit wissenswerten Infos zur Entstehung des Innsbrucker Wahrzeichens.

Danach sind wir mit dem Bus hinauf zum Innsbrucker Alpenzoo gefahren. Der Zoo liegt weit oben. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick. Es gibt viele verschiedene Tiere der Alpen zu sehen: Fische, Bartgeier, Steinadler, Steinböcke, Gämse, Luchse, Murmeltiere uvm. Das Zooerlebnis ist ein ganz anders als das, das wir aus Wien kennen.
Die Österreich-Tour war für uns alle eine ereignisreiche Reise! Wir hatten Glück mit dem Wetter und haben viel erlebt und gesehen. Weil unsere Kinder am liebsten schwimmen und Boot fahren werden wir heuer wahrscheinlich mit Klagenfurt am Wörthersee eine weitere Bundeshauptstadt von Österreich gemeinsam erkunden.

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