
New Games – der neue Spiel-Weg der 60-er Jahre
Die New-Games-Bewegung entstand Ende der 1960er-Jahre in den USA mit dem Ziel, Menschen auch körperlich wieder stärker in Kontakt zu bringen. Die Grundregeln lauten: Spiele intensiv – spiele fair – tue niemandem weh.
Ein Weg, der natürlich zu uns etwas gebraucht hat. Aber aufgewachsen und ausgebildet in den 80-er Jahren war ich vorerst beruflich und dann natürlich auch privat fasziniert von der Kraft der New Games.
New Games verstehen sich als Alternative zum leistungsorientierten, nach Geschlecht und Alter differenzierten Sport. Die Grundidee besteht darin, dass alle miteinander spielen und keiner ausgeschlossen wird. Dadurch soll ein Gemeinschaftsgefühl entstehen, welches Kooperation und Vertrauen voraussetzt. Deshalb werden sie auch häufig Kooperative Spiele genannt.
Es geht immer um ein spielerisches Miteinander, nicht um Konkurrenz, Sieg und Leistung. Das Erreichen eines Spielziels – soweit vorhanden – ist nur durch das Mitwirken aller Spielenden möglich.

Kennenlernspiele – Gruppenspiele – Kooperative Spiele – Spiele ohne oder mit wenig Material
Aus der eigenen Erinnerung bin ich immer noch sehr fasziniert von einem Spielefest mit mehr als hundert Menschen, die gemeinsam mit einem Riesenball-Volleyball gespielt haben. Den Spaß, das Lachen und die Kraft spüre ich fast noch heute. Und ich konnte dieses Lachen auch bei Seminaren mit erwachsenen Menschen im Management durch New Games-Angebote erzeugen. Damals wie heute denke ich mir: Wir sollten viel, viel mehr miteinander spielen.
Spielen muss gelernt sein – Spiele planen auch
Daher sind hier ein paar hilfreiche Regeln:
- Goldene Regel: Spielen muss Spaß machen – niemand darf zum Spielen gezwungen werden
- Regel: Für wen plane ich die Spiele?
Alter der Kids, Größe der Gruppe, Erfahrungen der Gruppe, Gruppenzusammensetzung mit Stärken und Schwächen - Regel: Wo möchte ich spielen?
Örtlichkeiten, Raumbedarf, Gefahrenquellen - Regel: Welche Spielregeln bzw. Abwandlungen sind nötig, dass wir das Spiel verstehen und spielen können?
- Regel: In der Kürze liegt die Würze!
Lieber ein Spiel beenden, wenn es am schönsten ist, als es tot spielen. - Regel: Spiele nur die Spiele, die Du selbst mitspielen würdest.
- Regel: Gib Deine Spiele und Ideen weiter und lade Mitspielende ein!
Leute spielt, spielt, spielt….
Durch das Spielen sind wir besser in der Lage, unsere Potenziale zu entfalten. Das hängt damit zusammen, dass das Gehirn beim Spielen sozusagen zur Hochform aufläuft, weil sich viele Gehirnzellen neu vernetzen können. Dadurch wird das Gedächtnis gefördert.
Spielen regt zudem auch die Fantasie und Kreativität an, denn das Spielen verleitet dazu, Neues auszuprobieren und das bringt die kreative Denkweise in Schwung. Deswegen fällt es beim Spielen auch leicht, sich in andere Welten hineinzuversetzen. Ich behaupte jetzt mal ganz frech: Spielend könnten wir eine andere oder diese Welt anders erschaffen!

Wenn euch dieses Thema interessiert…
- Hier im Kinderinfo-Blog findet ihr viele Spiele:
Kategorie Spiel - Kooperative Brettspiele stellen wir euch extra vor:
Kooperationspiele - Kooperative Spielgeräte stellen wir euch auch vor, dabei erfahrt ihr, wo ihr sie in Wien ausborgen könnt:
Schwungtuch und co. - Spielanleitungen für Kooperative Spiele ohne Material fand ich bei:
Ideenwerkstatt von Morgen. - Noch mehr Anregungen findet ihr in der Bibliothek im Institut für Freizeitpädagogik. Einfach im Online-Katalog mit der Suchfunktion New Games Bücher und Spielkarteien suchen und mit Bestellfunktion:
Bibliothek - Apropos ausborgen: In Wien kann man sich viele Outdoor- oder Großgruppen-Spielgeräte gratis ausborgen:
Outdoor Spielgeräte ausborgen
Gastbeitrag von Sabine Krones, ehemalige Leitung WIENXTRA-Kinderinfo






























