
Skinny Toks – was ist das?
Skinny Toks sind Inhalte auf Social Media, besonders auf Instagram und Tik Tok, die sich mit extremer Schlankheit befassen und sehr dünne Körper zeigen. Dünn sein ist dabei das höchste Ziel und wird als etwas dargestellt, was man immer selber in der Hand hat. Abnehmtipps, dünne Körper und Abwertungen von anderen Körperformen sind ein großer Teil des Contents. Dabei wird ein unrealistisches Bild vermittelt, indem dünn sein mit gesund sein gleichgesetzt wird und so getan wird als wäre der Wert einer Person allein vom Aussehen abhängig.
Warum sind Skinny Toks so gefährlich?
Skinny Toks sind gefährlich, weil der Algorithmus uns immer mehr ähnliche Inhalte zeigt. Wenn du also manche Skinny Toks ansiehst oder auch nur einmal länger drauf bleibst, kann es sein, dass du fast nur noch diesen Content, und damit auch keine anderen Körperformen mehr siehst. Auf Social Media vergleicht man sich häufig mit anderen. Influencer*innen sind oft Vorbilder und man möchte auch so sein bzw. so leben. Das kann Druck machen oder dazu führen, dass man sich schlecht im eigenen Körper fühlt.
Inhalte auf Social Media, die „extrem dünn sein“ idealisieren, sind zwar nicht die alleinige Ursache für Essstörungen, da diesen immer auch psychischen Belastungen zugrunde liegen. Sie können jedoch eine verstärkende Wirkung haben und so zur Entstehung oder Aufrechterhaltung von Essstörungen beitragen.

Dir werden Skinny Toks angezeigt – das kannst du tun!
- Markiere den Inhalt mit „Kein Interesse an solchen Inhalten!“
- Wenn dir der Inhalt gefährlich oder besonders schädlich vorkommt, kannst du ihn melden
- Folge Leuten auf Social Media die dir ein gutes Gefühl geben und für die Akzeptanz von allen Körpern einstehen
- Sprich mit Freund*innen oder anderen Vertrauenspersonen darüber
- Wenn es dich belastet hol dir Unterstützung, zB in einer Beratungsstelle
- Schreite bei abwertenden Kommentare zu Körper ein und stelle dich dagegen
Von Skinny Toks zur Essstörung
Eine Essstörung steht immer auch in Verbindung mit psychischer Gesundheit, das heißt Social Media alleine kann nicht verantwortlich gemacht werden. Allerdings kann es Essstörungen befeuern und auch dazu beitragen, dass sich Menschen generell nicht wohl fühlen in ihrem Körper. Deshalb ist es wichtig, gegen diese Schlankheits-„Trends“ einzustehen und zu betonen, dass alle Körper gut so sind wie sie sind. Auf Social Media gibt es auch Seiten die sich mit dem akzeptieren unterschiedlicher Körperformen auseinandersetzen und dabei bestärkend sind!
Wenn du mehr über Essstörungen wissen willst, kannst du unseren Artikel dazu lesen!
Beratungsstellen
Hotline für Essstörungen
Beratung für Essstörungen
Leistungen
- Telefonische Beratung und Information für Menschen mit Essstörungen
- Beratung und Information auch per E-Mail möglich
- Niederschwellig – kostenlos – anonym
Zielgruppe
Betroffene und Angehörige
Safer Internet
Saferinternet.at unterstützt InternetnutzerInnen – vor allem Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende – bei der sicheren Nutzung des Internet und liefert hilfreiche Tipps und Hilfestellungen zu Themen wie Jugendschutz, Schutz der Privatsphäre, Cyber-Mobbing, Soziale Netzwerke, Urheberrechte, Computersicherheit, Internetabzocke und Medienerziehung.
Leistungen
- (Online)-Information
- Broschüren
- Eltern-Ratgeber
Zielgruppe
Kinder, Jugendliche, Eltern, Multiplikator*innen
Rat auf Draht
Telefonische, Chat und Online-Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen
Leistungen
- 24 Stunden Telefonberatung
- Online Beratung
- Peer2Peer Beratung
- kostenlos und vertraulich
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche
Chatberatung: Montag bis Freitag, 18:00 - 20:00 Uhr
Peer2Peer Beratung: Mittwochs 18:00 - 20:00 Uhr
Webseite https://www.rataufdraht.at



