
Was ist Lyrica und wie wirkt es?
Lyrica ist ein Medikament mit dem Wirkstoff „Pregabalin“, das unter diesen Namen in der Apotheke erhältlich ist. Um es zu bekommen braucht man ein Rezept von einer*einem Ärzt*in.
Es löst Ängste und wirkt stimmungsaufhellend, weshalb es oft bei einer Angststörung eingesetzt wird. Die Nebenwirkungen können Benommenheit, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und auch ein intensives Gefühl von Glück und Wohlbefinden sein. Lyrica bringt ein hohes Risiko, süchtig zu werden, mit, denn die Wirkung lässt mit der Zeit nach, weshalb eine Erhöhung der Dosis immer mit einem*einer psychiatrischen Ärzt*in abgeklärt werden sollte.
Kann Lyrica auch hilfreich sein?
Ja, Lyrica ermöglicht eine schnelle Linderung bei Angstzuständen und besonders bei einer generalisierten Angststörung, also wenn die Ängste unkontrollierbar erscheinen und alle Lebensbereiche betreffen, kann es ein gutes Medikament sein, um diesen Zustand zu behandeln. Auch bei Epilepsie und neuropathischen Schmerzen kann Lyrica eingesetzt werden. Wichtig ist, dies immer mit einer*einem Ärzt*in zu besprechen und Alternativen zu bedenken. Du kannst generell, und besonders auch bei spezifischen Ängsten wie Prüfungsangst oder Flugangst, andere Möglichkeiten zur Reduktion der Angst ausprobieren, deshalb haben wir ein paar Tipps für dich.

Was kann ich an Stell von Lyrica gegen die Angst tun?
- Du kannst bewusst atmen, das heißt: verlangsame deinen Atem und atme unbedingt ausreichend aus.
- Darüber hinaus hilft Bewegung sehr gut: schüttle dich, laufe, hüpfe oder mache Sport. Falls das gerade nicht möglich ist, kannst du zum Beispiel deine Fäuste ballen und wieder lockerlassen.
- Lenk dich ab und konzentriere dich auf etwas ganz Anderes. Nehme zum Beispiel wahr was du gerade siehst oder hörst, wie beispielsweise einen Song oder zeichne etwas. Außerdem kannst du auch etwas lesen oder eine*n Freund*in anrufen.
- Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Akzeptanz der Angst. Das braucht viel Mut die Angst anzunehmen, aber hilft oft um sie zu überwinden. Sage dir beispielsweise, dass es okay ist Angst zu haben und dass sie da sein darf.
- Probiere es mit Tee oder mit anderen pflanzlichen Beruhigungsmittel aus der Apotheke. Dabei ist es wichtig sich gut beraten zu lassen, um das passende Mittel zu finden.
Wann wird Lyrica gefährlich?
Lyrica oder „Pregabalin“ ist dann gefährlich, wenn es ohne ärztliches Verschreiben eingenommen wird. Dies gilt vor allem dann, wenn die Dosis selbstständig erhöht wird oder das Medikament einfach an andere weitergegeben wird. Denn es ist wichtig zu wissen, dass das Medikament sehr schnell süchtig machen kann. Zudem kann es zu Nebenwirkungen kommen, besonders auch wenn man es zum Beispiel mit Drogen oder anderen Medikamenten wie Benzodiazepinen oder Alkohol nimmt. Dabei besteht ein hohes Risiko für Atemdepression, also der Gefahr, dass man aufhört zu Atmen.
Wie erkenne ich eine Abhängigkeit von Lyrica?
- Möglicherweise könntest du abhängig sein, wenn du das Verlangen hast, immer mehr zu nehmen.
- Zusätzlich kann es auf eine Abhängigkeit hinweisen, wenn du dich ohne dem Medikament gestresst und gereizt fühlst oder Schlafprobleme, erneute Angstzustände, Depressionen, Kopfschmerzen und Übelkeit bekommst.
- Hole dir also am Besten professionelle Hilfe um das Medikament abzusetzen oder so zu nehmen wie es hilfreich ist. Dabei ist es wichtig sich gut von eine*r Ärzt*in beraten zu lassen.
Beratungsstellen
Dialog - Integrative Suchtberatung
Suchtberatung für Jugendliche, junge Erwachsene und Angehörige
Leistungen
Beratung, Suchtmedizinische Behaldnung und Substitution für Konsumierende
- zu illegale Substanzen
- Alkohol
- und Onlinesucht
Beratung für Angehörige
Beratung, Workshops und Fortbildungen für Organisationen
uvm.
Zielgruppe
Jugendliche, Erwachsene, Angehörige und Multiplikator*innen
Kolping Sucht- und Drogenberatung
Sucht- und Drogenberatung für Jugendliche, junge Erwachsene und Angehörige
Leistungen
- Beratung & Therapie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 22 Jahre zu Themen wie Cannabis, Alkohol, Zukunftsplänen, etc.
- Familien- und Angehörigenberatung
- Jobcoaching
- Ärztliche Beratung
- Akupunktur
- Organisation von Freizeitgruppen
Zielgruppe
Kostenfreie Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 22 Jahre, die mit Drogen experimentieren oder davon abhängig sind, sowie für deren Angehörige.
1040 Wien +43 1 581 53 03 Mo - Fr: 10 - 16 Uhr E-Mail drogenberatung@kolping.at Webseite https://drogenberatung.kolping.at/
Anton Proksch Institut
Das Anton Proksch Institut behandelt alle Formen der Sucht – von sogenannten stoffgebundenen Suchtformen wie Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit bis hin zu nichtstoffgebundenen Suchtformen wie Spiel-, Internet-, Kauf- oder Arbeitssucht.
Leistungen
- stationäre Therapie
- ambulante Therapie in der Tagesklinik
- Suchtberatung
Zielgruppe
Personen die suchtkrank sind und Angehörige





