WIENXTRA Kinderinfo
Ein Wecker, dahinter liegt ein Mensch im Bett mit über den Kopf zusammengeschlagenen Händen

Schlafen und Schlafstörungen

Immer mehr Jugendliche und Erwachsene leiden unter Schlafstörungen. Auf dieser Seite findest du Tipps für besseres Schlafen und Infos!

Ab wann spricht man von Schlafstörungen?

"Ich habe schlecht geschlafen" ist ein Satz, den Menschen für unterschiedliche Ereignisse verwenden. Es kann bedeuten, dass jemand länger nicht einschlafen konnte, zu früh aufgewacht ist, immer wieder wach wurde oder schlecht geträumt hat.

Aus Aufregung, großer Freude oder Trauer eine oder ein paar Nächte schlecht zu schlafen, kennen viele Menschen und das ist normal. Von einer "Schlafstörung" redet man erst, wenn für längere Zeit nicht ausreichend geschlafen wird und die Situation belastend ist. 

Was bedeutet "ausreichend Schlaf"?
Für Jugendliche werden 8-10 Stunden Schlaf empfohlen, als Erwachsener 7-9 Stunden. Je älter du wirst, desto weniger Schlaf benötigt dein Körper.
Allerdings benötigt nicht jeder Menschen gleich viel Schlaf, das heißt es gibt Menschen, die auch mit weniger Schlaf gut auskommen.

Was sind Ursachen für Schlafstörungen?

  • Dauerhafter Stress und seelische Belastungen (z.B. Sorgen oder Ängste) können Auslöser für eine Schlafstörung sein.
     
  • Auch äußere Ursachen können Schlafstörungen begünstigen, damit sind z.B. Licht, Lärm, körperliche Überanstrengung, Nachtdienste, Alkohol oder schlafbezogene Atmungsstörungen gemeint.
  • Ein Grund für Schlaflosigkeit kann auch das Handy sein. Also wenn man es mit ins Bett nimmt, Handy-Spiele spielt, die ganze Nacht online ist und von neuen Nachrichten geweckt wird.
  • Es gibt auch Menschen, die keine ersichtlichen Gründe für ihre Schlafstörung finden können.

Folgen von Schlafstörungen

  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • Erhöhte Unfallgefahr
  • Vergesslichkeit
  • Reizbarkeit
  • Anfälliger für Krankheiten (geschwächtes Immunsystem)
  • Anfälliger für psychische Probleme (Depression, Angst, etc.)
  • Anfälliger für Herz-Kreislauf-Probleme

Wichtig: Verbessert sich der Schlaf, nehmen auch die körperlichen und psychischen Symptome wieder ab, denn der Körper kann sich erholen.

Eine Stadt per Nacht - in der Mitte sieht man Straßenbahngleise
©canva

Tipps für erholsamen Schlaf

  • Gehe immer zu ähnlichen Zeiten ins Bett stehe zu ähnlichen Zeiten auf!
  • Auf eine passende Schlafumgebung achten, also auf eine bequeme Matratze und Kissen, dass es möglichst dunkel und eher kühl im Zimmer ist und besorge dir Ohrstöpsel und eine Schlafmaske. Was für eine Schlafumgebung passend ist kann aber auch unterschiedlich sein!
  • Entwickle eine Zu-Bett-Geh-Routine, die zum Beispiel Beruhigungs-Tee trinken (Kamille, Orangenblüten), Zähne putzen, leise Musik hören und dann schlafen beinhaltet
  • Nicht hungrig und nicht voll gegessen ins Bett gehen. Wwischen der letzten Mahlzeit und dem zu Bett gehen sollten etwa 3-4 Stunden liegen.
  • Am Abend keinen Sport treiben, denn das regt den Körper an, anstatt ihn müde zu machen.
  • Mache Entspannungs-Übungen vor dem Einschlafen. Dazu gibt es auch Apps und Youtube-Videos, die dich durch eine Entspannungs-Übung führen.
  • Keine koffeinhaltigen Getränke ab Mittag, wenn du unter Schlafstörungen leidest.
  • Das Bett soll nur zum Schlafen da sein, das heißt Hausaufgaben, Telefonate, Lesen, usw. sollten nicht im Bett stattfinden.
  • In der Nacht bei Wach-Phasen nicht auf die Uhr (oder aufs Handy) schauen. Wenn du anfängst auszurechnen, wie lange oder kurz du jetzt noch Zeit hast, zu schlafen, stresst dich das zusätzlich und ist auf keinen Fall schlaffördernd.
  • Manchen Menschen tut es gut, aufzustehen, wenn sie länger nicht schlafen können. Etwas lesen, Tee trinken, Dinge aufschreiben, die man nicht vergessen will und erst wenn man sich richtig müde fühlt, wieder ins Bett sinken. Andere Menschen macht genau das erst richtig wach und sie bleiben lieber liegen.
  • Wenn du dazu neigst, Sorgen und Probleme zu wälzen, lenke dich vor dem Schlafen gehen mit etwas erfreulichem oder beruhigendem ab. Führe keine Streitgespräche vor der Schlafenszeit. Versuche tagsüber Dinge zu klären, die dich in der Nacht plagen.
  • Wenn es gar nicht mehr geht, gibt es in Apotheken rezeptfreie, pflanzliche Mittel, die bei manchen Menschen entspannend und schlaffördernd wirken, so z.B. Mittel mit Baldrian, Passionsblume, Hopfen

Wann soll man wegen Schlafstörungen zur*zum Ärzt*in?

Wenn du lange unter Schlafstörungen leidest und deinen Alltag nicht mehr bewältigen kannst, ist es auf jeden Fall wichtig, dir Hilfe zu holen. Suche also das Gespräch mit deiner Hausärztin*deinem Hausarzt. Je nach den Ursachen für die Schlafstörung kann er*sie, dich auch an eine*n Psychotherapeut*in verweisen.

Schlafmittel sollten auf jeden Fall nur auf ärztliche Verschreibung eingenommen werden, da sie abhängig machen und unangenehme Nebenwirkungen haben können!

Beratungsstellen

Rat auf Draht

Telefonische, Chat und Online-Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen

Leistungen

  • 24 Stunden Telefonberatung
  • Online Beratung
  • Peer2Peer Beratung
  • kostenlos und vertraulich 

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche 

Kontaktdaten 147 Telefonberatung: rund um die Uhr
Chatberatung: Montag bis Freitag, 18:00 - 20:00 Uhr
Peer2Peer Beratung: Mittwochs 18:00 - 20:00 Uhr


Webseite https://www.rataufdraht.at

BÖP-Helpline

Psychologische Hilfe bei Krisen

Leistungen

- kostenlose und anonyme Telefonberatung bei akuten Krisen, Depressionen, Angststörungen,.. 

Zielgruppe

Für alle die psychologische Unterstützung brauchen 

Kontaktdaten 01 504 8000 <p>Mo - Do 9.00 - 13.00</p> E-Mail helpline@psychologiehilft.at Webseite https://www.psychologiehilft.at

Ö3 Kummernummer

eine Erstanlaufstelle für Menschen in persönlichen Notlagen

Leistungen

  • Einfühlsames, aktives Zuhören
  • Klärendes, ermutigendes Gespräch
  • Interesse an Problemen und Sorgen
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Kontakt zu fachlichen Spezialisten

Zielgruppe

für alle Personen 

Kontaktdaten 116 123 <p>täglich von 16 bis 24 Uhr</p> Webseite https://oe3.orf.at/kummernummer/stories/2712988/

Sorgenhotline Wien

erste Anlaufstelle bei psychosozialen Belastungen für alle Menschen in Wien

Leistungen

  • telefonische Abklärung
  • Entlastung
  • direkte, schnelle Beratung

Zielgruppe

alle Menschen in Wien

Kontaktdaten 01 4000 53000 Montag bis Sonntag zwischen 08:00 und 20:00 Uhr Webseite https://psd-wien.at/sorgenhotline-wien

Telefonseelsorge

österreichweite Organisation, als Erstanlaufstelle für Krisen in jeglicher Lebenssituation

Leistungen

  • Telefonberatung
  • Onlineberatung (Sofortchat und über WhatsApp)

in Krisen und bei Sorgen 

Zielgruppe

alle Personen österreichweit 

Kontaktdaten 142 Notrufnummer - rund um die Uhr, täglich
Chat - täglich von 16.00 – 23.00 Uhr
WhatsApp - täglich von 17:30 und 19:30 Uhr
E-Mail - innerhalb von 48 Stunden
Webseite https://chat.onlineberatung-telefonseelsorge.at/hc/de

Der Onlinechat und die E-Mail Beratung befinden sich auf der Homepage

Psychotherapeutischer Bereitschaftsdienst

Unterstützung bei der Suche eine*r passende*n Therapeut*in

Leistungen

  • Unterstützung bei Psychotherapieplätzen im
  • Einzel-
  • und Gruppensetting 

Zielgruppe

alle Personen in Wien 

Kontaktdaten +43-1-3672222 Webseite https://www.bereitschaftsdienst.at/

Das Angebot kostet einmalig 65 Euro - für alle Studierende, die ÖH-Mitglieder sind ist das Angebot kostenlos!

WIENXTRA-Jugendinfo Die Infostelle für junge Leute – mitten in der Stadt! Babenbergerstraße 1 / Ecke Burgring, 1010 Wien Mo bis Fr 14:30-18:30 +43 1 909400084100 Chat-Beratung auf Signal: 0699/156 84100 jugendinfowien@wienxtra.at

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