Das pädagogische Konzept der Kinderstadt Wienopolis
In Wienopolis erleben Kinder spielerisch, wie eine Stadt funktioniert, übernehmen Verantwortung und gestalten ihre Umgebung selbst. Hier lernen sie Demokratie, Mitbestimmung und soziale Verantwortung nicht theoretisch, sondern durch eigenes Tun. Das pädagogische Konzept fördert Selbstwirksamkeit, Partizipation und nachhaltige Lernerfahrungen auf Augenhöhe.
Eine Stadt von Kindern – für Kinder
Wienopolis ist eine interaktive Kinderstadt in Wien, in der Kinder spielerisch erleben, wie eine echte Stadt funktioniert. In diesem einzigartigen Bildungsprojekt schlüpfen Kinder in unterschiedliche Rollen und entdecken Bereiche wie Politik, Verwaltung, Arbeit, Wirtschaft, Medien, Kultur und Freizeit.
Im Mittelpunkt steht das aktive Mitmachen: Kinder gestalten ihre Stadt selbst, treffen Entscheidungen und erleben direkt, welche Auswirkungen ihr Handeln hat. Lernen passiert hier nicht theoretisch, sondern durch Tun, Ausprobieren und gemeinsames Gestalten.
Demokratie erleben und verstehen
Wienopolis ist ein Ort, an dem Kinder erfahren:
„Ich kann etwas bewirken.
Ich werde gehört.
Meine Ideen verändern etwas.“
Die Kinderstadt steht für politische Bildung, Partizipation und spielerisches Lernen – mit viel Raum für Neugier, Kreativität und Spaß. Wienopolis zeigt, dass Demokratie am besten gelernt wird, indem man sie lebt. Die Kinder:
- nehmen an Wahlen teil,
- übernehmen politische Ämter,
- organisieren Bürger*innen-Versammlungen,
- entwickeln gemeinsam Regeln für das Zusammenleben.
Demokratie wird in Wienopolis nicht erklärt – sie wird gelebt. So lernen Kinder ganz selbstverständlich, was Mitbestimmung, Verantwortung, Kompromisse und gemeinschaftliche Entscheidungen bedeuten.
Selbstwirksamkeit als pädagogischer Kern
In der Kinderstadt erfahren Kinder, dass sie etwas bewirken können. Sie erleben:
- dass ihre Meinung zählt,
- dass sie gehört werden,
- dass ihre Ideen echte Veränderungen auslösen.
Ob beim Aushandeln von Regeln, bei politischen Anliegen, beim Gründen eigener Betriebe oder bei der Gestaltung von Freizeitangeboten – Kinder spüren: Mein Handeln hat Bedeutung und Wirkung.
Partizipation von Anfang an: die Planungswerkstatt
Ein besonderes Merkmal von Wienopolis ist die frühe und kontinuierliche Beteiligung der Kinder. Bereits vor der eigentlichen Kinderstadt arbeiten sie aktiv an Planung und Weiterentwicklung mit.
Seit Oktober 2024 finden regelmäßige Planungswerkstätten statt, in denen Kinder ihre Ideen einbringen und über wichtige Themen entscheiden – wie Stadtstrukturen, Freizeitangebote oder die Kinderstadt-Währung.
So wird Partizipation nicht als einmalige Mitbestimmung erlebt, sondern als laufender Prozess.
Lernen durch Spiel und Rollen
Das Lernen in Wienopolis ist spielerisch, erfahrungsorientiert und lebensnah. Im Rollenspiel übernehmen Kinder Verantwortung in verschiedenen Bereichen:
- Politik und Verwaltung,
- Betriebe und Ausbildungsstationen,
- Medien, Kultur und Freizeit.
Dieses aktive Lernen fördert soziale Kompetenzen, stärkt das Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge und schafft nachhaltige Lernerfahrungen, die weit über die Kinderstadt hinausreichen.
Vielfalt als gelebter Alltag
Wienopolis bildet die Vielfalt einer Stadtgesellschaft ab. Unterschiedliche Interessen, Meinungen und Lebensbereiche haben Platz. Kinder erleben, dass eine Stadt von Vielfalt lebt – und dass Respekt, Zusammenarbeit und gegenseitiges Zuhören die Grundlage für ein gutes Miteinander sind.
Begleitung statt Vorgabe
Das pädagogische Team versteht sich als Begleiter*innen, nicht als Autorität, die vorgibt, was zu tun ist. Kinder werden in ihrer Selbstständigkeit bestärkt, erhalten Unterstützung bei Bedarf und werden ermutigt, eigene Lösungen zu entwickeln.
Kooperationspartner*innen bringen ihre Expertise ein und sind Teil des gemeinsamen Lernprozesses.

