
Wie wird Running oder Parkour trainiert?
Bei den sogenannten urbanen Trendsportarten wird die Stadt zum Sportplatz: Hausmauern, Geländer, Straßenlaternen, Bäume und Sitzbänke fungieren als Sportgeräte.
Bei Parkour geht es darum, Hindernisse so effizient und flüssig wie möglich zu überwinden. Die ausübenden Sportler*innen bezeichnen sich selbst als Traceure.
Beim Free Running stehen kreative Bewegungsabläufe im Vordergrund.
Free Running, Slackline und Parkour erfordern ein hohes Maß an Konzentration und Balance. Sie enthalten viele Elemente aus dem klassischen Turnen. Trainiert werden Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer.
Durch die teilweise akrobatischen Elemente beim Skaten werden hier ebenfalls die Balance aber auch Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit trainiert.
Beim Parkour und Free Running entwickeln Kinder und Jugendliche ein gutes Körpergefühl und ein Gespür für Risikoeinschätzung. Nur so können sie Hindernisse effizient und so flüssig wie möglich überwinden, immer neue Möglichkeiten entdecken und Neues ausprobieren ohne sich dabei andauernd zu verletzen. Wichtig bei diesen Sportarten ist mit dem Körper und nicht gegen den Körper zu arbeiten.
Interessante Infos für Anfänger*innen findet ihr auch bei le traceur.

Ab welchem Alter?
Mit Parkour, Slackline und Free Running können Kinder und Jugendliche ab ca. 10-12 Jahren beginnen, da für alle 3 Richtungen ein hohes Maß an Konzentration notwendig ist. Falls Parkour eher in Richtung Kinderturnen geht und spielerisch aufgebaut ist, können Kinder schon früher starten. Skaten ist schon ab ca. 6 Jahren möglich.
Grundsätzlich ist bei Kindern im Zusammenhang mit Sport zu beachten, dass eine zu frühe Spezialisierung sich nachteilig auswirkt. Bei einer zu frühen Spezialisierung werden einzelne Muskelpartien sehr stark gefördert und andere wiederum kaum beansprucht. Kinder wachsen und ihr Körper ist noch nicht voll entwickelt. Möglichst viele unterschiedliche Bewegungserfahrungen und das Erlernen verschiedener Bewegungsmuster wirken sich positiv auf die Entwicklung von Körper und Geist aus.
Welche Vor- und Nachteile haben diese Sportarten?
Alle diese Sportarten verfügen über einen hohen Coolnessfaktor und können so Kinder zur Bewegung motivieren. Gleichzeitig unterschätzen viele Anfänger*innen diese Sportarten und sind dann schnell frustriert.
Das Sportgelände liegt quasi vor der Tür und macht die Stadt für Kinder wieder anders erlebbar. Parkour und Free Running sind darüber hinaus auch noch sehr kostengünstig. Außer bequemer Sportbekleidung braucht man eigentlich nichts. Parkour kann das ganze Jahr über ausgeübt werden. Im Sommer trainieren viele draußen – die Stadt, der Park oder Spielplatz sind dann quasi der Turnsaal. In den Wintermonaten wird auch im Turnsaal trainiert.
Beim Skaten und Slacklinen benötigen die Sportler*innen eigenes Sportmaterial. Es sind Outdoor-Sportarten. Nicht bei jeder dieser Sportrichtungen gibt es ein passendes Indoor-Angebot. Teilweise ist es etwas schwieriger als z. B. bei anderen Sportarten einen passenden Verein zum Trainieren zu finden bzw. überhaupt Trainingsmöglichkeiten zu finden.
Solltet ihr keine Slackline haben, borgt sie euch aus, im Bekanntenkreis oder beim Leihladen.
Frei zugängliche Pfosten zum Anbringen der mitgebrachten Slackline: Liste mit Slackline-Anlagen

Gesucht - Gefunden! Wo können Kinder diese Sportarten lernen und ausüben?
Trainingsmöglichkeiten und Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche in Wien:
Free-Running und Parkour:
Inline-Skaten und Rollsport:
- Wiener Rollsportverband: oersv.or.at
- Skateboardkurse: skatearea23.at
Text: reg
Lust auf mehr?
- Schnupperangebote zu den urbanen Trendsportarten findet ihr immer wieder im Ferienspiel oder Kinderaktiv-Programm.
- Kontaktinfos zu Trainingsstätten und Anlaufstellen findet ihr auf der Liste Sportangebote finden.
- Parkour und Sportakrobatik-Trainingsmöglichkeiten für Kinder ab ca. 6 J. findet ihr auch auf der Kinderinfo-Liste Turnen & Bewegung


























