Ein Besuch im GEDS-Jungle

Indoor-Spielplatz mit Wissensvermittlung verknüpft
Im Sommer habe ich den GEDS-Jungle besucht und mich umgeschaut, als er von einer Camp-Gruppe genutzt wurde. Die Homepage klang interessant, aber so richtig vorstellen, wie das dort läuft, konnte ich es mir nicht.
Ich bin noch ein bisschen unschlüssig, wie ich das bewerten soll. Auf jeden Fall ist es ein neues Konzept, einen Indoor-Spielplatz mit Wissensvermittlung zu verknüpfen. Also stell ich euch hier den GEDS-Jungle vor. Vielleicht wollt ihr ihn ja mit eueren Kindern ausprobieren oder auch für einen Ausflug der Schule vorschlagen.

GEDS-Jungle im Prater Wien
GEDS steht für Gesundheit, Ernährung, Denken und Sport, die Spielstationen dort kreisen also um diese Themen, die dabei spielerisch angegangen werden. Aber der Reihe nach.
Der GEDS-Jungle liegt auf der Hinterseite des Wurstel Praters, der Eingang ist nämlich in der Ausstellungsstraße im selben Gebäude, wo der Trampolinpark ist.
Trampolinpark
Für die Eltern gibt es im Eingang einen Wartebereich. Sollte das Kind aber zwischendurch etwas von den Eltern brauchen, ist das jederzeit möglich, der Raum ist auch nicht so groß, wenn auch nicht übersichtlich.

Spielstationen und Einteilung in Gruppen
Im Eingangsbereich werden die Kinder ab 6 Jahre in Gruppen eingeteilt und einer*m Coach*in zugeteilt, welche*r sie für die Dauer des Aufenthaltes begleitet.
Dabei kommen diese Betreuungspersonen aus unterschiedlichen relevanten Hintergründen wie z. B. Sportwissenschaft, Psychologie oder Pädagogik. Die Spielstationen sind hier auch alle mit digitalem Know-How verknüpft, das die Kinder dort abholen soll, wo sie sich eh schon aufhalten.

Spielstationen mit Wissensfaktor
Bei acht unterschiedlichen Spielstationen zu den Themen Ernährung, Bewegung und Denksport erfahren die Kinder Hilfreiches für den gesunden Alltag und können dabei selber einiges entdecken und ausprobieren.
Da wird z.B. der Puls vor und nach Bewegung gemessen, das Säure-Niveau getestet oder Entspannungsübungen ausprobiert.

Medizinisches Wissen spielerisch erkunden
Besonders spannend fand ich, dass z. B. auch die Fehlsichtigkeit bei einer Station Thema ist. Heute leiden nämlich 7 von 10 Kindern darunter. Neben Weit- oder Kurzsichtigkeiten werden vor allem pastellene Farbtöne weniger gut erkannt. Dies wird an einer Station spielerisch geübt und soll einen Effekt haben.
Auch das Messen des PH-Werts kann mit Laborkittel ausgestattet schon erste Zugänge zu Biochemie und Gesundheitsberufen schaffen. Daher kann so ein Besuch nicht nur Spaß machen, sondern auch erstes Wissen zu Gesundheit, Fitness oder Stressabbau mitgeben und dadurch Lust auf mehr machen.

Fazit
Ich finde, der Bereich des GEDS ist nicht riesig, aber durch den Stationenbetrieb können Kinder die unterschiedlichen Bereiche gut bespielen, auch weil sie von einer*m Coach*in begleitet werden. Dass dabei verschiedenstes Gesundheits-Wissen spielerisch näher gebracht wird, ist natürlich auch für Schulen interessant, weswegen das GEDS auch über die Wiener Bildungschancen gebucht werden kann.
Schulen
Wiener Bildungschancen

Übrigens werden für unterschiedliche Altersgruppen auch unterschiedliche Schwierigkeiten angeboten. Außerdem passen die Mitarbeitenden die Stationen immer wieder an und verändern sie, sodass sich auch ein mehrmaliger Besuch rentieren kann.
Klar, die Spielstationen im GEDS-Jungle können es nicht wirklich mit einem der großen Indoor-Spielplätze aufnehmen, aber dafür punkten sie mit einem Wissensangebot, das hier spielerischer vermittelt werden kann und dadurch vielleicht auch besser bei den Kindern im Gedächtnis haften bleibt.
GDES Jungle
2., Ausstellungsstraße
gedsteam.at/jungle
Kinder von 6-12 Jahren
Text: BriG
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