
Berufe vor dem Filmdreh
Berufe beim Film gibt es jede Menge. Zuerst schreiben die Drehbuchautor*innen die Geschichte des Filmes. Es kann eine ganz neue Geschichte sein oder eine Änderung eines bereits existierenden Buches. Außerdem werden viele Informationen für den Dreh ins Drehbuch geschrieben: Was ist zu sehen und zu hören? Ist es Tag oder Nacht? Ohne Drehbuch kein Film!
Die Produzent*innen sorgen für ausreichend finanzielle Mittel, um den Film überhaupt produzieren zu können. Sie entscheiden auch, wer Regie führt und wer mitspielt. Sie begleiten den Film von der ersten Idee bis zum Kinostart und haben ganz schön viel Einfluss auf den Inhalt und die Gestaltung des Filmes.
Der Regisseur oder die Regisseurin ist bei der gesamten Entstehung des Filmes dabei. Er oder sie hat schon zu Beginn eine ganz genaue Vorstellung vom Film, verteilt Aufgaben und behält am Filmset den Überblick über alle Teams.
Damit die Schauspieler*innen dann eine andere Figur verkörpern können, brauchen sie ein Kostüm und eine Maske. Die Kostümbildner*innen schneidern spezielle Kostüme, vielleicht aus einer bestimmten Zeit. Die Maskenbildner*innen sorgen für die richtige Frisur und Schminke oder können die Schauspieler*innen auch in ein Monster verwandeln.
Damit auch die Räume im Film „echt“ wirken, bauen die Szenenbildner*innen eigene Wände und Hintergründe. Dazu sind oft viele Requisiten (Gegenstände) notwendig.

Berufe am Filmset
Natürlich gäbe es keinen Spielfilm ohne Schauspieler*innen. Mit ihrer Stimme, ihrem Aussehen und ihren Bewegungen verkörpern sie eine Rolle und geben der Figur Gefühle. Sie müssen ihren Text gut beherrschen und auf die Anweisungen der Regie hören. Manchmal müssen Schauspieler*innen gefährliche Szenen spielen, kämpfen oder durch eine Glasscheibe springen. Damit sie sich nicht verletzen, springen Stuntmen und Stuntfrauen ein, die eine spezielle Ausbildung haben und sehr sportlich sind.
Für gute Bilder sorgt das Kamerateam und die Beleuchter*innen. In Absprache mit der Regie entscheiden sie, wann sich die Kamera wie bewegt, was im Bild zu sehen ist und von wo welches Licht kommt.

Berufe in der Postproduktion
Nach dem Filmdreh muss das gesamte Filmmaterial gesichtet, geordnet und neu zusammengesetzt werden. Die Editor*innen entscheiden gemeinsam mit der Regie wie die Szenen „geschnitten“ werden. Früher wurde das Filmmaterial händisch mit der Schere zerschnitten und neu zusammengeklebt, heute findet dieser Arbeitsschritt meist am Computer statt.
Was wäre ein Film ohne Ton? Das Team der Tongestaltung sorgt dafür, dass Bild und Ton gut zusammenpassen. Ton besteht dabei nicht nur aus Sprache, sondern auch aus Geräuschen und Musik. Es gibt eigene Geräuschemacher*innen und oft wird Musik eigens für den Film komponiert.
Für Animationsfilme oder manche Spezialeffekte braucht es noch den Beruf der Animator*innen. Das sind jene Personen, die händisch Zeichnungen anfertigen, Puppen bewegen oder am Computer arbeiten um Animationsfilme herzustellen.
Wie ihr seht, wirken oft sehr viele verschiedene Berufe beim Film zusammen. Oft arbeiten über 100 Menschen mit, auch wenn im Film nur ein paar Personen zu sehen sind. Manchmal gibt es auch ein eigenes Casting, bei dem die Schauspiel-Crew ausgesucht wird und das Catering sorgt für Verpflegung am Filmset.
Gastbeitrag von Annelies, WIENXTRA-Cinemagic

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