
Zeichentrickfilm
Das ist der Trickfilm der ersten Stunde. Die meisten der alten Disney-Klassiker wie 101 DALMATINER (ab 6) oder SUSI UND STROLCH (ab 6) zählen zum klassischen Zeichentrickfilm. In mühevoller Handarbeit werden tausende einzelne Zeichnungen angefertigt, die sich nur minimal voneinander unterscheiden. Die Zeichnungen werden als Einzelbilder gefilmt und ganz schnell hintereinander abgespult. Erst dadurch entsteht bei den Betrachter*innen der Eindruck, die Figuren würden sich bewegen.

Knetanimation
Die Knetanimation ist ein richtiger Trickfilm, denn da sind alle Figuren und Requisiten aus Knetmasse hergestellt. Beispiele dafür sind MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI (ab 10) oder CHICKEN RUN (ab 10). Auch hier verändern sich die Figuren nur ganz langsam und nach jeder Bewegung wird gefilmt. Diese Technik nennt man auch Stop-Motion, was so viel bedeutet wie „Stopp – Bewegung.“ Insider-Wissen: Diese sehr formbare Knete wurde etwa zeitgleich mit dem Beginn des Films bereits Ende des 19. Jahrhunderts erfunden.

Silhouettenfilm
Auch die ganz filigranen Silhouettenfilme von Lotte Reiniger benötigen bei der Herstellung ganz besonders viel Fingerspitzengefühl. Ein Beispiel ist DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED (7+). Mit feinen Scheren schneidet man die Figuren, Objekte und Hintergründe aus. Die Figuren bekommen Gelenke aus Draht, damit man sie bewegen kann und nicht für jede neue Bewegung eine Figur angefertigt werden muss. Beim Abfilmen werden die Hintergründe auf eine Glasplatte gelegt, die von unten beleuchtet wird. Dann legt man die Figuren und alle anderen Objekte darauf und macht mit der Kamera, die genau oberhalb befestigt ist, einzelne Fotos. Auch hier entsteht der Trickfilm durch die Stop-Motion-Technik.

Computeranimationsfilm & Hybrid-Film
Diese Technik ist den meisten wahrscheinlich bekannt. Sie hat mit dem herkömmlichen Trickfilm gar nicht mehr viel gemeinsam. Mittlerweile werden die meisten neuen Animationsfilme mit dem Computer hergestellt, wie DIE HÄSCHENSCHULE (5+) oder COCO (8+). Man nennt sie CGI-Filme oder Computeranimationsfilme. Durch sie können die faszinierendsten Welten erschaffen werden und der Fantasie ist keine Grenze mehr gesetzt.
Und dann gibt es noch die sehr interessante Mischung aus Realfilm (also aus echten Menschen) und animierten Figuren. Zum Beispiel ist DIE SCHÖNE UND DAS BIEST (9+) oder MARY POPPINS (8+) so ein Misch-Film, ein sogenannter Hybrid-Film. Darin verschmelzen zwei ganz unterschiedliche Welten miteinander.

Auf jeden Fall ist ein Animationsfilm sehr viel Arbeit und erfordert viel Geduld bei den Macher*innen. Denn für eine einzige Sekunde Film braucht man 24 Einzelbilder. Jetzt könnt ihr euch ausrechnen aus wie vielen einzelnen Bildern ein Trickfilm besteht, der 90 Minuten dauert. Ganz schön tricky!
Gastbeitrag von Annelies, WIENXTRA-Cinemagic
Titelbild: Coco © Walt Disney
Fotocredits: Susi und Strolch © The Walt Disney Company, Mein Leben als Zucchini © Thimfilm, Die Abenteuer des Prinzen Achmed © Agentur für Primrose Film Prod., Die Schöne und das Biest © The Walt Disney Company
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