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DIY - Abreißblöcke selbstgemacht aus Altpapier

Manchmal ist sehr viel Restpapier übrig. Es einfach wegzuschmeißen wäre schade, weil du damit einen collen Abreißblock machen kannst. Hier erfährst du, wie du Altpapier ein neues Leben geben kannst!

Sechs verschiedene DIY-Blöcke.
© BriG
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Abreißblöcke selbstgemacht aus Altpapier

Auch wenn wir versuchen, nicht alles zu Drucken, so fällt bei uns in der Kinderinfo immer wieder Papiermüll an. Manches davon ist nur auf einer Seite bedruckt, das verwenden wir dann als Schmierzettel. Eine Kollegin hat uns vor kurzem eine schöne Papier-Recycling Alternative gezeigt. Statt einzelnen Schmierzetteln haben wir eine Spielform der Klebebindung kennengelernt bei der ihr schöne Abreißblöcke gestaltet. Ob für die Einkaufsliste oder den Notizblock – nie hätte ich gedacht, wie einfach es ist, aus Altpapier so etwas Schönes zu machen!
Kinderinfo 

Drei unterschiedliche Blöcke.
© BriG

Das braucht ihr dafür

Auch wenn jetzt eine nicht gerade kurze Liste folgt, lasst euch davon nicht abschrecken. Das meiste davon habt ihr vermutlich eh zuhause und falls ihr euch etwas besorgen müsst, könnt ihr z. B. bei sous-bois oder beim Boesner vorbeischauen. Außerdem sind die Sachen wirklich günstig und langlebig, z. B. der Buchbinderleim. Und vielleicht macht ihr ja so wie wir ein Gruppenbasteln mit euren Kolleg*innen und teilt euch den Leim auf.
Boesner
sous-bois

Diese Dinge braucht ihr:

  • Papier, das idealerweise nicht auf beiden Seiten beschriftet ist
  • Klammern
  • Schleifpapier 80
  • ein Lineal
  • einen Bleistift
  • einen Pinsel
  • Buchbinderleim
  • Bücher oder etwas Schweres zum Pressen
  • ein dickeres Papier oder einen Karton für die Hülle
  • eine Schere oder ein Cuttermesser
  • Optional ein Falzbein und zum Verzieren: ein schönes Bild, ein Foto, buntes Papier, schöne Stifte oder Federn für's Kalligraphieren, Klebebuchstaben oder ein Etikettiergerät, eventuell auch ein Stück Buchleinen

So gestaltet ihr aus Altpapier einen schönen Block

  • Sammelt Papiere fürs Recycling Basteln. Wenn ihr einen Stapel zusammenhabt kann es losgehen.
  • Als erstes müssen die Papiere in die richtige Form gebracht werden. Wenn all eure Blätter gleich groß sind, ist das toll. Wenn nicht, dann könnt ihr einen Stapel auch beim Copyshop verkleinern lassen. Wir haben Stapel A5 und A6 gewählt, die wir dort schneiden ließen. Besonders bei dickeren Stapeln funktioniert das schneiden dort besser und ist mit knapp 2,50 Euro auch günstig.
Papierstapel.
© BriG
  • Das Papier muss in der richtigen Faserrichtung verwendet werden. Das ist ein bisschen tricky, aber bei A4 laufen die Fasern immer von oben nach unten und können daher auf den Seiten gut geklebt werden. Alternativ könnt ihr hier einen einfachen Trick nachlesen, wie ihr die Laufrichtung bestimmen könnt.
    Trick für Faserrichtung
Papierstapel zwischen zwei Kartonstreifen wird mit einer Klammern fixiert.
© BriG
  • Mit Klammern wird das Papier dann zusammengeklammert, damit es nicht verrutscht und ihr es gut bearbeiten könnt. Achtet dabei darauf, dass die Klammern die Klebeseite frei lassen. Ein Kartonstreifen unter den Klammern schont das Papier und sorgt für zusätzliche Stabilität.
  • Als nächstes wird die Seite, die ihr kleben wollt, mit dem Schleifpapier 80 aufgerauht, damit die Blätter den Leim gut aufnehmen können. Solltet ihr kein 80-er Schleifpapier daheim haben aber anderes in ähnlicher Feinheit, dann könnt ihr das sicher auch verwenden.
Oberseite eines Papierstapels wird abgeschliffen.
© BriG
  • Auf diese spürbar rauhere Fläche streicht ihr dann mit dem Pinsel den Buchbinderleim. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht nur sanft in eine Richtung malt, sondern den Leim richtig einarbeitet, da er ja für den Zusammenhalt der Seiten sorgen muss. Bei meinem ersten Heftchen hab ich nicht darauf geachtet, daher hat sich das Heft in mehrere Teile aufgeteilt, was aber keine Rolle spielte. Ich habe es dann einfach nochmal verwendet und die Prozedur ab dem Schleifen wiederholt.
Papierstapel wird auf der Oberseite mit Pinsel geleimt.
© BriG
  • Damit der Leim gut eintrocknen kann, wird der Block nun zwischen zwei Papierstreifen gelegt, mit Büchern beschwert und gepresst. Je nachdem wie dick euer Block ist, kann das eine halbe Stunde oder länger dauern, bis der Leim trocken ist.
  • Während der Leim trocknet, könnt ihr die Gestaltung der Cover- oder Außenseite überlegen. Ursprünglich wollte ich diese Abreißzettel für meine Einkaufsliste machen. Dafür hätte ich gar keine „Außengestaltung“ gebraucht. Aber da mir die Hefte der Kolleg*innen so gut gefallen haben, haben wir alle ganz unterschiedliche gestaltet.
Zwei selbstgemachte Blöcke, einer mit Punkten, einer mit Pflanzen.
© BriG
  • Für die Außenseite müsst ihr zuerst ein etwas dickeres Blatt auf die passende Größe zuschneiden. Dafür haben wir einfach den Block hineingelegt und dann mit Lineal und Bleistift die Größe angezeichnet. Dafür sollte es ein bisschen größer sein, damit die Ränder überstehen. Dann ist es wichtig, die zwei Linien zu bestimmen, auf welchen der Block angeklebt werden soll.
Papierstapel wird in der Mitte von einem Blatt platziert.
© BriG
  • Diese Linien zeichnet ihr mit Bleistift vor und fahrt sie mit einem Falzbein nach, damit ihr sie gut umknicken könnt. Solltet ihr kein Falzbein haben, dann knickt ihr diese Linien vorsichtig nach innen ein damit sie sich gut umbiegen lassen und den Block umschließen.
Mit einem Falzbein und einem Lineal wird eine Linie auf einem Papier gezogen.
© BriG
  • Als nächstes gestaltet ihr das Cover, also die Vorderseite. Ich hatte ein paar Bilder mitgebracht, eine Kollegin hatte schönes dickes Papier und Fotos dabei und eine andere brachte Ausdrucke von einem Etikettiergerät mit. Damit haben wir die Außenseiten gestaltet und die Bilder mit normalem Kleber aufgeklebt. Beim blauen Notizblock habe ich zur Zierde einen Buchleinen bzw. ein selbstklebendes Gewebeband angebracht. Diesen könntet ihr auch auf die Klebestelle geben.
Block, geöffnet.
© BriG
  • Als letztes wird der Block dann mit Buchbinderleim auf der letzten Seite bestrichen und auf die Hinterseite geklebt. Wenn der Kleber getrocknet ist, habt ihr tolle Notiz- oder Abreißblöcke, die ihr nicht nur verwenden sondern auch weiterschenken könnt.

Diese kleinen Blöcke sind auch als Weihnachtsgeschenke gut angekommen und ich habe schon drei Freundinnen, denen ich davon erzählte, dafür begeistern können. Bestimmt werden wir bald gemeinsam einen Bastelabend mit Altpapier und Abreißblöcken machen.

Viel Spaß beim Nachbastlen!

Text: BriG

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